| Der Begriff Zellularfunk stammt aus der (drahtlosen)
Mobiltelefonie und hebt darauf ab, daß moderne analoge und digitale Mobilfunknetze, die
eine Erreichbarkeit von ortsveränderlichen Endgeräten sicherstellen, ohne daß ein
Anrufer dessen Standort kennen muß, aus einer Vielzahl prinzipiell gleicher
Infrastruktureinheiten, den sogenannten ®
Funkzellen, aufgebaut sind. Zu jeder Funkzelle gehört eine
Basisstation (BS oder BTS (Base Transceiver Station)), die innerhalb einer definierten
Fläche die Anbindung der Mobiltelefone an übergeordnete Vermittlungsebenen des
Zellularnetzes sicherstellt. Wegen der technisch begrenzten Reichweite von Funksignalen
und der begrenzten Verfügbarkeit von Funkfrequenzen zur gleichzeitigen Herstellung einer
sehr großen Zahl von Funkverbindungen ist es aber nicht möglich, größere Flächen
(z.B. deutsches Staatsgebiet) nur über eine einzige Funkzelle zu versorgen. Vielmehr ist
der Einsatz zahlreicher Basisstationen bzw. Funkzellen erforderlich. Die Existenz mehrerer Basisstationen macht es notwendig, daß Mobilfunknetze neben dem eigentlichen Funknetz ein Vermittlungsnetz (Hauptkomponenten: MSC = Mobile Switching Center) beinhalten. Dieses Mobilvermittlungsnetz verteilt den TK-Verkehr zwischen den verschiedenen Standorten der Sendeeinrichtungen und ermöglicht den Aufbau von Verbindungen innerhalb des gesamten Mobilfunknetzes sowie von und zu anderen TK-Netzen (s. Abbildung). Mit dem Betrieb mehrerer Funkzellen innerhalb eines Mobilfunknetzes können Probleme verbunden sein, wenn alle Basisstationen im gleichen Frequenzbereich betrieben werden und dadurch störende Überlagerungen (Interferenzen) der Funksignale in den Randbereichen der Sendegebiete entstehen. Diese Problematik wird in modernen zellularen Mobilfunksystemen dadurch bewältigt, daß nicht mehr die gesamte zur Verfügung stehende Bandbreite von allen Basisstationen genutzt wird, sondern eine Aufteilung des Frequenzbandes in verschiedenen Bereiche erfolgt. Diese Frequenzbereiche werden an die Basisstationen nach einem System vergeben, durch das sichergestellt wird, daß keine unmittelbar aneinandergrenzende Zellen/Basisstationen die gleichen Frequenzbereiche erhalten. Sollen sich die Teilnehmer innerhalb eines aus mehreren Funkzellen aufgebauten Mobilfunknetzes frei bewegen können (® Roaming), muß zunächst für einen Verbindungsaufbau bekannt sein, in welcher Funkzelle sich ein Teilnehmer gerade befindet. Zellulare Mobilfunksysteme fragen hierzu ständig die sich in den verschiedenen Funkzellen in Betrieb befindlichen Mobiltelefone ab und geben diese Information zum Verbindungsaufbau an die Vermittlungseinrichtungen weiter. Um darüber hinaus standortveränderliche Verbindungen zu ermöglichen, bei denen die Teilnehmer nicht an den Sendebereich einer einzelnen Basisstation gebunden sind, geben zellulare Mobilfunksysteme bestehende Verbindungen zwischen Basisstationen automatisch weiter (® Handover). |
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