| Auch: Öffentliches
Fernsprechnetz, Public Switched Telephone Network (PSTN). Der Begriff des öffentlichen Telefonnetzes bezeichnet die aus
Übertragungs- und Vermittlungseinrichtungen bestehende TK-Infrastruktur, über die
Sprachdienste für die Öffentlichkeit angeboten werden. Da moderne, diensteintegrierende
TK-Netze die Fähigkeit besitzen, unterschiedliche Dienstearten zusammengefaßt
bereitzustellen (® ISDN), handelt
es sich bei öffentlichen Telefonnetzen heute in der Regel nicht mehr um eigenständige,
physisch getrennt vorkommende TK-Netze. Das Telefonnetz kann in diesen
diensteintegrierenden TK-Netzen vielmehr als eine Sicht auf die TK-Netzstruktur
interpretiert werden, in der die zum Angebot von Sprachtelefondiensten erforderlichen
TK-Komponenten herausgestellt bzw. besonders hervorgehoben werden. Vereinfacht betrachtet sind die wesentlichen Strukturbausteine öffentlicher Telefonnetze (1) der Netzabschluß bzw. die Endeinrichtungen bei den Teilnehmern, (2) Verbindungsleitungen bzw. Übertragungssysteme wie Kupferkabel, Lichtwellenleiter und Richtfunkstrecke sowie (3) Netzknoten, die durch Vermittlungseinrichtungen gebildet werden. Diese Vermittlungseinrichtungen bzw. -stellen haben die Aufgabe, die Verkehrsströme innerhalb des Telefonnetzes weiterzuleiten und sind somit für den Aufbau von Verbindungen zwischen den Endeinrichtungen der Teilnehmer zuständig. In Abhängigkeit davon, welche Netzbereiche durch Vermittlungsstellen verbunden werden, können (vereinfacht) drei grundlegende Netzebenen von öffentlichen Telefonnetzen unterschieden werden (die im Detail unterschiedlich technisch ausgestaltet sowie in weitere Ebenen untergliedert sein können): Die unterste Ebene bildet dabei das ® Anschlußnetz, durch das die Anbindung der Teilnehmer an die Ortsvermittlungsstellen erfolgt. Das Anschlußnetz ist ein Bestandteil von Ortsnetzen, die aus einer oder mehreren miteinander verbundenen Ortsvermittlungsstellen gebildet werden. Innerhalb des Ortsnetzes können die angeschlossenen Teilnehmer miteinander telefonieren, ohne der Teilnehmerrufnummer des gewünschten Gesprächspartners eine Vorwahl voranstellen zu müssen. Die nächste Ebene des Telefonnetzes und der Übergang in das ® Verbindungsnetz werden durch das nationale Fernnetz gebildet, das die verschiedenen Ortsnetze miteinander verknüpft. Verbindungen werden über diese Fernnetzebene vermittelt, wenn zum Aufbau der Verbindung eine Ortskennzahl (z.B. "089" für München) zusammen mit der Teilnehmerrufnummer gewählt werden muß, wobei die gesamte zu wählende Rufnummer eine einzelne führende "0", als sogenannte "Verkehrsausscheidungskennziffer" enthält. Die oberste Netzebene bildet das internationale Fernnetz, das die einzelnen nationalen Fernnetze miteinander verbindet. Diese Netzebene wird durch die Wahl der Länder- (z.B. "0041" für die Schweiz) und Ortsnetzkennzahl erreicht, die der Wahl der Teilnehmerrufnummer voranzustellen sind und als Verkehrsausscheidungskennziffer die führende Ziffernfolge "00" enthalten. |
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