| Sprache zur
Beschreibung der Struktur von Sprachen. Die Vorsilbe "Meta" kommt aus dem
Griechischen und bedeutet "unter, mit, nach, wechselnd". "Meta" bezeichnet in der Informationstechnik meist eine zugrundeliegende Definition oder Beschreibung. Der Begriff "Metasprache" steht dementsprechend für die Definition oder Beschreibung einer Sprache. Die Metasprache beschreibt die Regeln zur Erzeugung einer Sprache. Die "Standard Generalized Markup Language" (SGML) zum Beispiel wird als Metasprache bezeichnet, weil sie eine Sprache zur Beschreibung von Sprachen darstellt. Sie legt die Regeln darüber fest, wie ein Dokument in seiner logischen Struktur (Überschriften, Absätzen, inhaltlichen Einheiten usw.) beschrieben werden kann. Eine spezielle Ausprägung von SGML wird Document Type Definition (DTD) genannt. Die DTD legt fest, wie eine zulässige Sprache auszusehen hat. Daher ist DTD eine Metasprache für einen bestimmten Dokumenttyp. Die Hypertext Markup Language (HTML) ist ein Beispiel für eine solche DTD. HTML definiert sämtliche HTML-Tags, die eine Web-Seite enthalten darf. Die Extensible Markup Language (XML), die sich an SGML anlehnt, definiert, wie eine Datenmenge zu beschreiben ist. Man bezeichnet XML gelegentlich auch als Metadaten. Eine spezifische XML-Definition, wie etwa das Channel Definition Format (CDF) von Microsoft, definiert die Tags zur Beschreibung eines Web-Channel. XML kann man als die Metadaten für die restriktiveren Metadaten von CDF (und anderen zukünftigen auf XML aufbauenden Datendefinitionen) betrachten. Man könnte jede Programmier- oder Benutzerschnittstelle als Metasprache für den Austausch mit Computern beschreiben. Eine deutsche Grammatik könnte zusammen mit einem deutschen Wörterbuch als Metasprache für gesprochenes und geschriebenes Deutsch aufgefasst werden. |
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