Internet [ZURÜCK][WEITER]
Das Internet ist ein dezentral organisiertes, globales Computer- bzw. Rechnernetz, das aus sehr vielen miteinander verbundenen lokalen und nationalen Netzen gebildet wird und in dem die Kommunikation bzw. der Informationsaustausch zwischen den einzelnen Rechnern auf der Grundlage eines einheitlichen Standards (des Transmission Control Protocol/Internet Protocol (TCP/IP)) erfolgt.

Die Ursprünge des Internets gehen auf ein Ende der 60er Jahre in den USA im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums entwickeltes Rechnernetzwerk (ARPARNET) zurück. Zielsetzung war es dabei, ein räumlich verteiltes Rechnersystem aufzubauen, das auch dann einen Informationsaustausch erlaubt, wenn einzelne Netzknoten durch militärische Einwirkung zerstört wurden. Diese Anforderungen konnten (u.a.) durch die Aufteilung der zu übertragenden Informationen in einzelne (Informations-)Pakete erreicht werden, die ihren Weg unabhängig voneinander durch das Netz nehmen. Beim Ausfall einzelner Netzknoten oder der Störung der Übertragung, können diese Pakete auf alternative Verbindungswege ausweichen oder vom Empfänger nochmals angefordert werden. Innerhalb der USA wurden zunächst militärische und akademische Einrichtungen miteinander verbunden. Mit der nachfolgenden internationalen Vernetzung und der Abspaltung des militärisch genutzten Bereichs, wurde der Wandel zum heute bekannten offenen Internet vollzogen.
Das Internet stellt heute eine Vielzahl unterschiedlicher Dienste bereit, die einen Austausch von Informationen ermöglichen. Hierzu gehören beispielsweise das Versenden von elektronischen Briefen (E-Mail), die Teilnahme an elektronischen Diskussionsforen (Newsgroups), die Übertragung von Dateien und Dokumenten (mittels FTP (File Transfer Protocol)) oder die ferngesteuerte Nutzung von Rechnerressourcen (durch sog. Terminalemulationsprogramme (telnet)). Den großen Durchbruch in der Öffentlichkeit erlangte das Internet mit der Einführung des sogenannten World Wide Web (WWW, Web), das jedem Benutzer eine einfache, graphisch unterstütze Navigation im Internet zum Auffinden von Informationen ermöglicht. Das wesentliche Grundelement des WWW bilden sogenannte Hypertext-Seiten. Diese werden in einer bestimmten Sprache (Hypertext Markup Language (HTML)) programmiert und basierend auf einem spezifischen Protokoll (Hypertext Transfer Protocol (HTTP)) im Internet übertragen. Hypertext-Seiten besitzen zur Identifizierung innerhalb des Internets eine Adresse (Universal Resource Locator (URL)) und können multimediale Elemente wie Text-, Bild-, Video- und Audioinformationen enthalten. Sie werden auf Internet-Rechnersystemen, sogenannten WWW-Servern oder -Hosts, abgelegt und sind untereinander durch Verknüpfungen (Hyperlinks) verbunden. Die Verknüpfungen werden innerhalb der Seiten durch markierte Textelemente oder Graphiken dargestellt und bieten damit (durch das "Anklicken" dieser Bereiche mit der Maus (= Eingabegerät bei graphischen Benutzeroberflächen)) eine einfache Möglichkeit, kontextbezogen zu einzelnen Seiten zu verzweigen. Die Seiten eines einzelnen Informationsanbieters sind in der Regel hierarchisch strukturiert und über eine Hauptseite (= "Homepage") zu erreichen (z.B. "http://www.viaginterkom.de").

Das Internet wurden bis Ende der 90er Jahre noch weitgehend für eine reine Informationsbereitstellung verwendet. Es sind jedoch in unterschiedlichen Bereichen Ansätze vorhanden (z.B. Internet-Banking, Internet-Shopping), um das Internet verstärkt gewerblich zu nutzen (Kommerzialisierung des Internets). D.h., das Internet wird nicht mehr nur zur Verbreitung von Informationen verwendet, sondern darüber hinaus genutzt, um Transaktionen wie Kauf- und Verkaufsvorgänge abzuwickeln. Kunden können sich demnach beispielsweise nicht nur über bestimmte Produkte im Internet informieren, sondern diese auch über das Internet bestellen.

Bezüglich eines Zugangs zum Internet kann dahingehend unterschieden werden, ob durch den Zugriff die Nutzung oder das eigene Angebot von Diensten des Internets ermöglicht werden soll. Notwendige Voraussetzung beider Zugriffsformen ist zunächst die Herstellung einer Verbindung zum Internet. Handelt es sich um einen einzelnen PC, erfolgt ein Zugang in der Regel dadurch, daß der Nutzer sich mit Hilfe eines Modems (über die normale Telefonleitung) in einen Zugangsknoten einwählt. Derartige Zugangsmöglichkeiten werden von spezialisierten TK-Anbietern (Internet-Provider) gewerblich vermarktet, aber auch von Institutionen wie Universitäten für geschlossene Benutzerkreise bereitgestellt. Neben der Anbindung einzelner PCs können auch ganze Rechnernetze angeschlossen werden, wobei im allgemeinen eine permanente Anbindung an einen bestehenden Netzknoten erfolgt.

Soll ein eigenes Informationsangebot im Internet bereitgestellt werden (in dem z.B. ein Unternehmen seine Produkte beschreibt) müssen entsprechende Web-Seiten erstellt und auf einem Web-Server bereitgestellt werden. Neben dem eigenen Betrieb eines solchen, dauerhaft mit dem Internet verbundenen Rechners, kann ein bestimmter Kapazitätsbedarf auf dem Server eines spezialisierten TK-Anbieters für die Bereitstellung der Seiten angemietet werden. Diese Alternative ermöglicht auch kleineren Unternehmen und Privatpersonen, ein Informationsangebot bzw. eine Präsenz im Internet zu realisieren.
 

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