GSM [ZURÜCK][WEITER]
GSM steht für "Group Spéciale Mobile" oder "global system mobile" oder "Global System for Mobile Communications" und damit für eine Übertragungsnorm, die sich zur Zeit weltweit als Standard für digitale, zellulare Mobilfunknetze durchsetzt. Alle CEPT-Länder und viele außereuropäische Staaten haben sich bereits diesem Standard angeschlossen. Mit GSM sind die aus ISDN bekannten Leistungsmerkmale des Festnetzes (wie z.B. Short Message Service) auch bei der Sprach- und Datenkommunikation im Mobilfunk verfügbar. Zusätzlich werden mit GSM nationales und internationales Roaming, also Erreichbarkeit über Netz- und Landesgrenzen hinweg, möglich.

Die Netzknoten eines GSM-Mobilfunknetzes kann man sich funktional als eine einzige Betriebseinheit vorstellen. Das von ihnen versorgte Gebiet ist logisch in sechseckige Funkzellen unterteilt, in deren Mitte jeweils eine Basisstation steht. Über fest geschaltete Mietleitungen sind die Basisstationen mit einer Mobilfunk-vermittlungsstation, einem "mobile switching centre" (MSC), verbunden. Von jeder dieser einzelnen Vermittlungsstationen, die untereinander in Verbindung stehen, ist der Übergang ins öffentliche Netz möglich. Um einen störungsfreien Ablauf zu gewährleisten, gibt es in einem solchen Netz außerdem Wartungszentren (sog. operation and maintenance centres, OMC).
Bei den zellular aufgebauten GSM 900-Netzen betragen die Versorgungsradien der einzelnen Funkzellen in Ballungszentren mit hoher TK-Verkehrsdichte ca. 300 m und in Gebieten mit geringerer Verkehrslast bis zu 35 km. Ortsveränderliche Verbindungen aus Fahrzeugen können bis hin zu Geschwindigkeiten von 250 km/h aufrechterhalten werden (Handover von einer Station zur nächsten). GSM ist für Verkehrsdichten bis zu 40 Erl/km2 gedacht (Erl = Erlang; Maß für die Verkehrskapazität auf verbindungsorientierten Datenübertragungsleitungen) und für Zellradien von circa 300 m (Innenstädte, hohe Verkehrslast) bis 35 km (flaches Land, geringe Verkehrslast).
Neben den Mobilfunknetzen D1, D2 und Eplus wird in Deutschland im Sommer 1998 der E-Netz-basierte Mobilservice der VIAG Interkom als viertes digitales Mobilfunknetz in Betrieb gehen. Die Mobilfunkkommunikation der D-Netze findet im 900-MHz-Bereich statt, die der E-Netze im 1800-MHz-Bereich. Die E-Netze benutzen den aus GSM weiterentwicklten DCS 1800 Standard (Digital Cellular System on 1800 MHz). DCS 1800 erlaubt aufgrund höherer Basisstationsdichte geringere Sendeleistungen als der GSM-Standard. Durch die hohe Dichte von Basisstationen (Durchschnittsabstand in Städten rund 1 km) erzielt der Mobilservice der VIAG Interkom eine sehr gute Funkabdeckung selbst innerhalb von Gebäuden und große Netzkapazitäten. Im Endausbau wird der Mobilservice der
VIAG Interkom über etwa 10.000 Basisstationen verfügen.

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