| Als Funkzelle bezeichnet man den
räumlichen Versorgungsbereich einer Basisstation bei zellularen
Mobilfunknetzen
(® Zellularfunk).
Basisstationen sind hierbei die Empfangs- und Sendeeinrichtungen von Mobilfunksystemen und
stellen in ihrem Versorgungsbereich (über die Luftschnittstelle) eine Funkverbindung zu
den eingeschalteten Mobiltelefonen der Teilnehmer her. Die Größe einer Funkzelle bzw.
der Versorgungsradius einer
Basisstation ist abhängig von der
Ausbreitungscharakteristik des jeweils genutzten Funksignals sowie der am Ort der
Basisstation benötigten TK-Verkehrskapazität. Aufgrund der unterschiedlichen Ausbreitungseigenschaften des Funksignals haben beispielsweise die GSM 900-Systeme (900 MHz-Band, ® D-Netze) einen Zellradius von bis zu 35 km, während die Zellen der GSM 1800-Mobilfunknetze (1.800 MHz-Band, ® E-Netze) in der Lage sind, einen Bereich im Radius von bis zu 8 km zu versorgen. Die Abhängigkeit der Größe einer Funkzelle von der lokal benötigten TK-Verkehrskapazität ergibt sich aus der beschränkten Anzahl von Nutzkanälen, die von einer einzelnen Basisstation zum Aufbau von Verbindungen zur Verfügung gestellt werden. Wenn an Orten mit hohem TK-Verkehrsaufkommen (z.B. im Innenstadtbereich, in Bahnhöfen und Flughäfen etc.) mehr Kanäle benötigt werden, müssen deshalb im entsprechenden Gebiet, unabhängig von der theoretischen Reichweite der Sendeanlagen, mehrere Basisstationen installiert werden, d.h. es sind "Zellverkleinerungen" vorzunehmen. |
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