Echtzeit [ZURÜCK][WEITER]
Simultane Datenverarbeitung. Auch: Realzeit (engl.: real time). Ein Echtzeitsystem verarbeitet Daten gleichzeitig (simultan bzw. synchron) mit ihrer Entstehung, also ohne wahrnehmbare Verzögerung (Latenz).
Echtzeitsysteme werden dort eingesetzt, wo besonders hohe Anforderungen an die Bedienungszeit gestellt werden. Die Antwortzeiten liegen zwischen 0,01 und 0,1 Sekunden, wobei es jedoch eher auf die maximale als auf die durchschnittliche Antwortzeit ankommt.
Bei Echtzeit-Simulationen entspricht die Zeit, in der die Simulation abläuft, der Zeit, die der simulierte Vorgang in Wirklichkeit erfordern würde. Bei solchen Simulationen hält also die Systemzeit mit der Echtzeit (der physikalischen Uhrzeit) Schritt. Dabei muss die Systemzeit nicht unbedingt synchron mit der Echtzeit verlaufen; die Simulation kann auch zeitversetzt ablaufen. Entscheidend ist, dass die Dauer der simulierten Prozesse ihrer tatsächlichen Dauer proportional entspricht.
Computer enthalten in der Regel eine Uhr, die die Systemzeit misst und anzeigt. Diese Uhr kann, muss aber nicht mit der Normalzeit synchronisiert sein. Es kann also einen Unterschied zwischen Systemzeit und Echtzeit (im Sinne von Normalzeit) geben.

 
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