C-Netz [ZURÜCK][WEITER]
Als C-Netz wird ein zunächst von der Deutschen Telekom (DT) und später von einem DT-Tochterunternehmen (T-Mobil) betriebenes und (als "C-Tel") vermarktetes analoges, zellulares Mobilfunknetz bezeichnet. Das C-Netz wurde 1985 als Nachfolger des A- und B-Netzes in Deutschland eingeführt und erreichte 1992 eine Abdeckung der gesamten Fläche Deutschlands. Neben der Übermittlung von Sprache ermöglicht das C-Netz die Übertragung von Daten mit einer Übertragungsrate von bis zu 2.400 bit/s. Im Unterschied zu den älteren Mobilfunknetzen können die Teilnehmer innerhalb des Versorgungsgebietes des C-Netzes mit einer einheitlichen Zugangskennzahl (Vorwahl "0161") erreicht werden. D.h., der Anrufer muss für einen Verbindungsaufbau nicht mehr wie bei A- und B-Netzen über die Information verfügen, in welcher Funkzone sich der gewünschte Teilnehmer gerade befindet.
Das C-Netz arbeitet im 450 MHz-Band (C450-System) und verfügt neben der analogen Übertragung des Nutzsignals über einen digitalen Organisationskanal, durch den Informationen zum Auf- und Abbau der Verbindungen übermittelt werden. Im Gegensatz zu den A- und B-Netzen können beim C-Netz ortsveränderliche Verbindungen auch dann aufrechterhalten werden, wenn die Grenze zwischen zwei ® Funkzellen überschritten wird und das laufende Gespräch an die Basisstation der nachfolgenden Funkzelle übergeben werden muss (® Handover). Ende 1992 umfasste das C-Netz der T-Mobil insgesamt 1.900 Funkzellen, wobei der Versorgungsradius einer Funkzelle typischerweise 15-20 km, in Ballungsräumen ca. 2-3 km beträgt.
Die höchste Kundenzahl des C-Netzes in Deutschland wurde Ende 1993 mit 0,79 Mio. Teilnehmern erreicht. Ende 1997 nutzten noch 0,46 Mio. Kunden der T-Mobil einen C-Netz-Anschluss. Das C-Netz wird technisch durch zellulare digitale Funktelefonnetze (D-Netze, E-Netze) abgelöst.
 
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